Edmund Kesting
(1892 Dresden–Löbtau – 1970 Birkenwerder)
Kesting war Maler, Photograph und Kunstpädagoge. Er gründete zwei
Kunstschulen und eine Künstlergruppe. Kesting interessierte sich für
die avantgardistischen Strömungen der 1920er Jahre, besonders der des
Konstruktivismus, und er war ein begeisterter Experimentator. In den
1920ern arbeitete Kesting hauptsächlich als Maler und besaß engen
Kontakt zum Sturm-Kreis. Es entstanden u.a. collageartige
Papierklebebilder, ("Schnittgraphiken"). Zur Photographie kam Kesting
1923 mit Photocollagen und Photogrammen. In der Technik der
Mehrfachbelichtung entstanden zahlreiche Portraits, ferner Arbeiten für
Firmenwerbung sowie eine Serie mit Negativmontagen vom zerstörten
Dresden.
Literatur (Auswahl):
Von Kesting:
Kesting, Edmund: Bildbauwerke. Abbilden, Sehen, Schauen, Erleben. Proportion in Natur und Kunst, in: "Der Weg. Aus den Lehrwerkstätten", Nr. 1, 1926.
Kesting, Edmund: Das Organische in der Kunst, in: "Dresdner Sezession 1932, 1. Ausstellung im Sächsischen Kunstverein Dresden 1932", Dresden 1932.
Kesting, Edmund: Über photographisches Gestalten, in: "das lichtbild. internationale ausstellung", München 1930.
Grohmann, Will / Kesting, Edmund: Dresden wie es war, Berlin (West) 1956.
Kesting, Edmund: Ein Maler sieht durch’s Objektiv, Halle 1958.
Kesting, Edmund: Kloster Chorin, Leipzig 1962.
Über Kesting:
Brix, Karl: Edmund Kesting. Malerei, Grafik, Fotografik, Ausst. Kat., Karl-Marx-Stadt (Chemnitz): Städtische Kunstsammlungen, 1962.
Edmund Kesting, Ausst. Kat., Potsdam: Kulturhaus Hans Marchwitza, 1983.
Werner, Klaus: Edmund Kesting. Ein Maler fotografiert, Leipzig 1987.