Samuel Szczekacz
(Lodz 1917–1983 Paris)
Szczekacz war Privatschüler des Malers,Theoretikers und Kunstpädagogen
Wladislaw Strzeminski (1893–1952). Strzeminski, sehr eng mit Kazimir
Malevicz befreundet, gehörte zur Spitze der russischen und polnischen
Avantgarde und entwickelte die Theorie des „Unismus“, einer Form der
abstrakten Malerei. 1931 begündete er die heutige Kunstsammlung des
„Muzeum Sztuki“ in Lodz. Unter seinem Einfluss schuf Szczekacz
kubistische, kubo-unistische, neoplastische, unistische Bilder und
abstrakte Plastiken. 1939 verlässt er Polen und taucht im Mai in
Jerusalem auf, wo er seinen Familiennamen in Zur ändern ließ. Nach dem
Kriege beschäftigte er sich vor allem mit dem Entwerfen von
Gebrauchsgegenständen, graphischen Arbeiten und Innenarchitektur und
arbeitete u.a. für das Erziehungsministerium.
Samuel Szczekacz (1917–1983)
"Konstruktion" 1937
Gouache auf Papier
49 cm x 49 cm
Provenance: Nachlass des Künstlers